Man sollte denken die Zeiten in denen die Kündigung eines Handyvertrages schwierig war wären vorbei. Tatsächlich aber sind mir in den letzten Tagen mehrere Fälle im Bekanntenkreis unter gekommen, in denen eine Kündigung nicht besonders erfolgreich war. Komischerweise scheint die Post an alle Empfänger in Deutschland pünktlich und zuversichtlich auszuliefern, nur die Handyprovider haben da ein paar Probleme.
Der “Haupt-Trick” liegt anscheinend immer noch darin zu behaupten, dass die Kündigung per Post nicht angekommen ist. Schade, dass mit solchen Mitteln gearbeitet wird. Gerade bei einem Anbieter mit einem “V” im Namen kommen Kündigungen per Post und parallel per Fax nicht immer an.
Grund genug hier mal ein paar Tipps zur richtigen Kündigung beim Handyanbieter zu posten.
Kündigungsfrist beachten
Die Kündigungsfrist ist das A und O bei der richtigen Kündigung. In der Regel liegt die Kündigungsfrist bei 3 Monaten. Diesen Termin sollte man also tunlichst im Auge behalten.
Vertragslaufzeiten
Gerne wird der Kunde im Glauben gelassen, dass sich der Handyvertrag automatisch um 2 Jahre verlängert, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Das stimmt nicht ganz, denn die Mindestvertragslaufzeit bei Neuanlage eines Vertrages liegt zwar bei 24 Monaten, kann sich aber immer nur um 1 Jahr automatisch verlängern. Schade ist, dass den Kunden dies stellenweise gar nicht gesagt wird, sondern per Falschangabe behauptet wird, dass der Vertrag sich nun um 2 Jahre verlängert habe.
Kündigung richtig erstellen
Bei der Erstellung der Kündigung kommt es manchmal zu kleinen rechtlichen Fallstricken. Manch Mensch tut sich aber auch einfach mit dem Formulieren schwer. Dazu gibt es entsprechende Tools im Internet, die dir die Kündigung nach Eingabe von ein paar Daten automatisch erstellen. Musst du dann nur noch ausdrucken, unterschreiben und abschicken.
Ein hilfreicher Link wäre der Kündigungsgenerator von Inside Handy.
Immer unterschreiben
Die Kündigung solltet ihr immer unterschreiben. Es gibt Provider (wie war das mit dem V?), die eine Kündigung ohne Unterschrift wieder zurückweisen, euch dies aber nicht mitteilen. Dann lässt man schön die Kündigungsfrist verstreichen und euch in dem Glauben, dass ihr ordentlich gekündigt habt. Auf Nachfrage beim Provider erfahrt ihr dann, dass eine Kündigung nun nicht mehr möglich ist und sich euer Vertrag automatisch um 12 Monaten verlängert hat.
Kündigung richtig übermitteln
Da kommt die Sache mit der Post in´s Spiel. Immer häufiger kommen normale Kündigungsschreiben erst gar nicht beim Provider an. Dass die Schuld dabei wirklich bei der Post liegt, ist kaum anzunehmen.
Deshalb sollte man nie auf eine schriftliche Kündigung per Einschreiben mit Rückschein verzichten. Das kostet zwar geringfügig mehr, man kann aber später beweisen, dass die Kündigung tatsächlich beim Provider eingegangen ist. Auch ein Fax ist keine entsprechende Lösung!
Nöö sagen
In vielen Fällen wird euch der Provider nach Eingang der Kündigung kontaktieren und euch zauberhafte Angebote mit Gratisminuten und tollen Handys unterbreiten. Bleibt dabei einfach bei eurer Kündigung und nehmt nichts an. Selbst wenn ihr doch wieder einen Vertrag bei diesem Provider abschließen wollt, ist eine Kündigung mit anschließendem Neuabschluss des Vertrages wesentlich günstiger für euch. Neue Verträge bekommen bessere Konditionen und wesentlich bessere Handys.
Nummer mitnehmen
Nicht jedem ist seine Handynummer egal. Viele Handybesitzer möchten diese gerne mit zum neuen Provider nehmen. Das ist auch durchaus möglich, wird aber vom alten Anbieter häufig mit 25,- € in Rechnung gestellt. Diese Gebühr könnt ihr aber mit ein wenig Verhandlungsgeschick vom neuen Provider wieder bekommen. Gerade E-Plus hat sich da in der Vergangenheit häufig kulant gezeigt. Zum Mitnehmen der Nummer müsst ihr bei eurem neuen Provider einen sogenannten Mitnahmeantrag stellen.
Ich hoffe, dass euch diese Tipps bei eurer Vertragskündigung ein wenig helfen werden und würde mich über ein paar Erfahrungswerte von euch in den Kommentaren freuen.




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